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Steigende Absatzziffern hatten naturgemäß mancherlei Maßnahmen baulicher und technischer Natur im Gefolge und aus dem erfolgreich emporstrebenden Unternehmen ging dann am 1. Juli 1903 die Brauhaus Schweinfurt GmbH hervor, deren Gründung und Entwicklung zur leistungsfähigen und modernen Großbrauerei unter Mitwirkung einer Reihe im geschäftlichen Leben erprobter Männer und tüchtiger Beamten, insbesondere der Initiative und Umsicht des Kommerzienrates Herrn W. Georg zu danken ist. Bereits drei Jahrzehnte vor Gründung der GmbH, also noch unter Belschner´scher Leitung waren, da die alten Kellereien am Markt den fortschreitenden Zeitverhältnissen nicht mehr entsprachen, an Stelle der heutigen Brauereianlage außerhalb der Stadt am Teilberg neue Gär- und Lagerkeller errichtet worden. Die zunehmende Steigerung des Bierkonsums der Brauhaus Schweinfurt GmbH, die vor allem der hervorragenden Beschaffenheit ihres Gebräus zuzuschreiben war, wie auch die fortlaufenden Neuerungen im Brauwesen ließen die Gesellschaft im Jahre 1912 bestimmen, den Braubetrieb in der Stadt stillzulegen und neben den vorerwähnten Kellereien einen vollkommen neuen und modernen Brauerei-Neubau aufzuführen, mit dem den wachsenden Anforderungen in der Bierproduktion die richtige Basis gegeben war. Nach Inbetriebnahme der neuen Brauerei wurde 1913 die in weiten Kreisen Schweinfurts hochangesehene und bedeutende Vereinsbrauerei durch Fusion mit dem Brauhaus Schweinfurt vereinigt, deren ehemalige Inhaber auch heute noch im Aufsichtsrat der Brauhaus GmbH vertreten sind. Mit der durch diese Fusion herbeigeführten Erhöhung des Braurechtsfußes hatte natürlich auch der Kundenkreis eine wesentliche Erweiterung erfahren. Die erfolgreiche Aufwärtsbewegung fand infolge der durch den Krieg gerade für die Brauereien geschaffenen mißlichen Wirtschaftslage eine vorübergehende Unterbrechung. Dank der unermüdlichen Bestrebungen seitens der leitenden Persönlichkeiten der Gesellschaft und auf Grund ausgezeichneter Bierqualitäten war der während der Kriegsjahre zurückgegangene jährliche Bierausstoß jedoch bald wieder in normale Bahnen gelenkt. Natürlich ist bis heute auch nicht versäumt worden, die im Jahre 1912 erbaute Brauereianlage fortlaufend den Neuerungen auf dem Gebiet von Brautechnik und Brauwissenschaft anzupassen. So bietet die raustätte, die sich insbesondere durch hohe, lichte und freundliche Räume auszeichnet, über eine neuzeitliche Sudanlage sowie über eine zentrale Kraft-und Lichterzeugung usw. verfügt, nach innen und außen ein mustergültiges Bild. Sowohl in den mit künstlicher Kühlung versehenen ausgedehnten Gär- und Lagerkellern als auch in den sonstigen Abteilungen des Braubetriebes herrscht peinlichste Reinlichkeit. Die Faßwäsche sowie das Füllen der Gebinde erfolgt auf automatischem Wege und durch eine im Jahre 1926 erstellte hochmoderne vollautomatische Flaschenfüllanlage ist auch hier größte Leistungsfähigkeit pro Tag gesichert. Auch in hygienischer und sozialer Hinsicht ist durch reichliche Wasch- und Badegelegenheiten usw. für das Wohl der Angestellten- und Arbeiterschaft bestens Sorge getragen. Für die Biererzeugung, die in allen Teilen einer genauen und strengen Kontrolle unterliegt, kommen nur erstklassige Rohprodukte zur Verwendung. Die vom Brauhaus Schweinfurt erzeugten hellen und dunklen Lagerbiere, Märzenbiere, sowie die mit besonderer Sorgfalt gebrauten Bock- und Starkbiere zeichnen sich durch hohen Stammwürzengehalt, hocharomatischen, vollmundigen Geschmack und durch große Bekömmlichkeit aus. Sie zählen zu den beliebtesten Bieren der Stadt und Umgebung. Ein ausgedehnter und größtenteils langjähriger Abnehmerkreis in Schweinfurt und dessen näherer und weiterer Umgebung bringt den edlen Stoff der Brauhaus Schweinfurt GmbH zum Ausstoß. Zur Belieferung ihrer zahlreichen Abnehmer sowie zu sonstigen Transportzwecken steht der Brauerei ein umfangreicher Fuhrpark mit Lastautos und Lastzügen zur Verfügung. Die Leitung der GmbH liegt in den Händen bewährter Fachleute, nämlich der Herren Direktoren Otto Giess und Heinrich Belschner, sowie des Braumeisters Herrn August Huber, während der Aufsichtsrat, unter dem Vorsitz des Herrn Kommerzienrat W. Georg aus den Herren Geheimrat Dr. ing. Ernst Sachs, Alois Ringelmann, Martin Vollnhals, Bankdirektor Heinrich Rahn und Fabrikdirektor Friedrich Georg besteht. Dem Unternehmen und seinen Erzeugnissen eilt überall der beste Ruf voraus. Diesen auch weiterhin zu wahren, wird stets das vornehmste Bestreben seiner leitenden Persönlichkeiten sein. |